Graphic Recording

 

Beim Graphic Recording zeichne ich, was Menschen sagen. Wie beim Simultanübersetzen ist das ein kom-plexer Prozess: Zuhören, Sammeln, Interpretieren, Zeichnen, Zuhören, Abstrahieren, Strukturieren, Konzentrieren… Die größte Herausforderung dabei ist: nie zu wissen, was die Redner sagen werden – und zeitgleich eine Darstellung zu leisten, die verschiedenen Perspektiven Raum gibt und übergreifende Zusammenhänge verdeutlicht.

Christoph J Kellner // studio animanova

 

Zeichner, Illustrator und Graphic Recorder, Trickfilm-gestalter mit Diplom der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg, studierter Film- und Kulturwissenschaftler.

 

Das ist kurz zusammengefasst, was ich gelernt habe und seit der Gründung von studio animanova im Jahr 1998 beruflich mache.

 

Bei allem, was ich tue, geht es im Prinzip immer darum: Geschichten zu gestalten.

 

Als Filmemacher erzähle ich mit Bildern Geschichten in der Zeit. Als Illustrator konzentriere ich Situationen, Vor-gänge, Ideen und Stimmungen auf den Augenblick. Als Graphic Recorder übersetze ich gesprochene Worte in Bilder und bringe diese zu Papier. In Echtzeit entstehen dabei dynamische Kombinationen aus Typografie, Visual Storytelling und bildlicher Formensprache.

Meist sind die Themen komplex und äußerst interessant. Ich bin für diese Inhalte kein Experte, doch gerade dadurch kann ich die Informationen so aufnehmen und darstellen, wie sie in mein Ohr kommen: ungefiltert und ohne Wertung.

 

Zuhörend erstelle ich visuelle Dokumentationen, die weit mehr sind als eine 1:1 Wiedergabe des Gesagten: Oft offenbaren sie im Nachhinein überraschende inhaltliche Verbindungslinien, die während der Diskussion noch nicht sichtbar waren. Abstrakte Gedankengänge werden durch die Visualisierung unmittelbar erlebbar und leichter verständlich.

Mein verspielter Stil und ein augenzwinkernder Humor lockern trockene Themen zudem auf und ermöglichen zuweilen ganz neue, noch ungedachte Ideen...

Auf Papier gebannt, gehen diese nicht verloren. Als visualisierte Gedanken unterstützen sie nachhaltig Kommunikationsprozesse und im besten Fall die daraus folgenden Handlungen.